“Einmal rechtsextreme Szene und retour”
- ElterngegenRechts

- vor 21 Stunden
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Am 26. Februar 2026 luden wir gemeinsam mit der Michelsenschule zum Vortrag von Dr. Stefan Tepper ein. Dieser ist tätig im Landespräventionsrat und im Demokratiezentrum Niedersachsen und dort zuständig für die Ausstiegsberatung aus dem Phänomen Rechtsextremismus.
Vor ca. 75 Zuhörern schilderte Tepper zunächst die Ursachen und Motive im Hinwendungsprozess, der besonders im frühen Jugendalter stattfinde. Entscheidend für den Abwendungsprozess seien eigene negative Erfahrungen in der Szene, Widersprüche in der Haltung und negative Folgen für Familie und im Umfeld. Schlüsselelement sei ein Veränderungsdruck und außerszenische Beziehungen, die eine Brücke zur Mehrheitsgesellschaft darstellten und die Abkehr erst als möglich erscheinen ließen. Diese Beziehungsarbeit müsse vertrauensvoll, wertschätzend und nicht vorverurteilend sein, gleichzeitig aber abgrenzend zur rechtsextremen Haltung. Wichtig sei es Alternativen für Zugehörigkeit, Anerkennung und Selbstwertgefühl aufzuzeigen und unerlässlich sei die ideologische Aufarbeitung, die ausschließlich durch fachliche Beratung stattfinden könne und eine Veränderung der Haltung und Anschauung bewirke.
Die anschließende Beantwortung von Fragen zur Problematik rechtsextremer Präsenz auf Social Media, Dauer und Intensität von Abwendungsprozessen und Bedeutung von Arbeit in Schulen rundeten diesen interessanten und lehrreichen Vortrag ab.
Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Dr. Stefan Tepper für diesen Abend.
Hilfs- und Unterstützungsangebote findet man z.B. hier: mbt-niedersachsen.de




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